Gute Aussichten für scheinbar aussichtslose Fälle
Unsere Erfahrungen zusammen mit dem großen Repertoire an verfügbaren Speziallinsen ermöglichen es uns, oft sogar Augen erfolgreich zu versorgen, bei denen eine Anpassung bisher erfolglos war oder unmöglich erschien.
Mehrstärkencontactlinsen (Multifocalcontactlinsen)
Alterssichtigkeit (Presbyopie) kann mit speziellen Linsengeometrien durch weiche oder formstabile Contactlinsen ausgeglichen werden. Es gibt mehrere Systeme und Möglichkeiten um die Alterserscheinungen der Augenlinse ab dem 40. Lebensjahr auszugleichen.
Torische Contactlinsen
werden bei Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) angepasst. Die Korrektur kann mit formstabilen und weichen Contactlinsen selbst bei sehr hohem Astigmatismus erfolgen, unterscheidet sich jedoch grundlegend in der Anpassung und im Aufbau der Linsen.
Aphakielinsen
In seltenen Fällen muss bei Grauem Star, nach einem Unfall oder auch kurz nach der Geburt die Augenlinse entfernt werden. Wenn aus medizinischer Sicht keine künstliche Linse (IOL) ins Auge implantiert werden kann, wird mit einer Contactlinse die fehlende Korrektur (oft sehr hohe Werte >+15 dpt) behoben.
Babylinsen
Eine Contactlinsenanpassung bei Babys oder Kleinkindern wird ausschließlich aus medizinischen Gründen durchgeführt, damit die Sehentwicklung nicht beeinträchtigt wird. Dies ist z. B. der Fall, wenn durch einen Unfall die Hornhaut verletzt wurde, Babys mit Grauem Star geboren werden oder es Einschränkungen in der Sehentwicklung gibt. Die Linsenanpassung ist sehr umfangreich und wird in Zusammenarbeit mit den behandelnden Augenärzten durchgeführt.
Keratokonuslinsen
Der Keratokonus gehört zu den Stoffwechselerkrankungen und geht mit einer oft fortschreitenden Veränderung
der Hornhaut einher. Dabei nimmt die Hornhautdicke und somit die Stabilität der Hornhaut ab. Dies führt zu deutlichen Formveränderungen, die im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr mit einem Brillenglas zu korrigieren sind. Durch die Anpassung spezieller formstabiler Contactlinsen kann hingegen noch lange Zeit eine gute Sehschärfe erzielt werden. Durch die langjährige klinische Erfahrung an der Universiäts-Augenklinik Düsseldorf gehören wir zu den führenden Instituten in Deutschland auf dem Gebiet der Keratokonus- und Keratoplastikanpassung.
Skerallinsen
sind formstabile Contactlinsen mit einem unüblich großen Durchmesser und liegen daher auf der Sklera (Lederhaut des Auges) auf. Sie werden in seltenen Fällen z. B. bei fortgeschrittenem Keratokonus oder nach Hornhauttransplantation (Keratoplastik) zur Linsensitzoptimierung angepasst.
Irislinsen
Bei fehlender Iris (Aniridie), bei beschädigter Iris nach Augenverletzung oder bei irreparablen Hornhauttrübungen kann mit einzeln angefertigten handbemalten Irislinsen oder mit Irisprintlinsen der zu hohe Lichteinfall in das Auge gesteuert und eine kosmetische Angleichung an das Partnerauge durchgeführt werden.
Okklusionslinsen
Bei verschiedensten Störungen der Augenmotilität, z. B. irreversibler Lähmung eines Augenmuskels bei Diabetes oder erfolglosem operativen Eingriff beim schielenden Auge (Strabismus), läßt sich das Doppeltsehen (Diplopie) mit Hilfe von Contactlinsen, deren Zentrum lichtundurchlässig schwarz eingefärbt ist, verhindern.
Therapeutische Contactlinsen (Verbandlinsen)
Verbandlinsen dienen nicht so sehr als Sehhilfe, sondern schützen die Hornhaut. Sie kommen häufig zur Anwendung, wenn die konservative Therapie oberflächlicher Hornhauterkrankungen mit Salben oder Tropfen erfolglos blieb, z. B. bei rezidivierenden Erosionen, Keratopathia bullosa, metaherpetischer Keratopathie oder bei bestimmten Formen von perforierenden Hornhautverletzungen. Die Anpassung und Verwendung dieser Linsen wird in der Regel in enger Zusammenarbeit mit dem betreuenden Augenarzt durchgeführt.